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Die erste Etappe startet in der historischen Stadt Pirna und führt dich sanft in das Malerweg-Erlebnis ein. Der Weg verläuft zunächst durch den idyllischen Liebethaler Grund, eine wild-romantische Schlucht, die bereits die Maler der Romantik faszinierte. Auf dieser Strecke überwindest du rund 380 Höhenmeter, was einen moderaten Einstieg in die Wanderung darstellt.
Der Liebethaler Grund präsentiert sich als grünes Tal mit bemoosten Felsen und plätschernden Bächen. Unterwegs passierst du malerische Mühlen und kannst an mehreren Aussichtspunkten die ersten Blicke auf die typischen Sandsteinformationen werfen. Die Etappe endet im beschaulichen Ort Liebethal, der sich perfekt für die erste Übernachtung eignet.
Good-To-Know: Die erste Etappe eignet sich hervorragend zum Einlaufen und ist auch für Wanderer mit weniger Erfahrung gut zu bewältigen. Starte früh genug, um die Natur in Ruhe auf dich wirken zu lassen.
Auf der zweiten Etappe wird das Elbsandsteingebirge zunehmend beeindruckender. Der Weg führt dich über den Gipfel des Großen Zschirnsteins, von wo aus du einen ersten spektakulären Ausblick auf die Tafelberge und die Elbe genießt. Mit etwa 550 Höhenmetern fordert die Strecke bereits mehr Kondition.
Die Landschaft wechselt zwischen dichten Wäldern und offenen Felsplateaus. Besonders markant sind die ersten großen Sandsteinformationen, die dir einen Vorgeschmack auf die kommenden Etappen geben. In Stadt Wehlen erreichst du einen charmanten Kurort direkt an der Elbe, der mit seiner historischen Fähre und gemütlichen Gaststätten zum Verweilen einlädt.
Die dritte Etappe gilt als eine der spektakulärsten des gesamten Malerwegs. Der Weg führt dich zur weltberühmten Bastei mit ihrer imposanten Steinbrücke und atemberaubenden Aussicht auf die Elbe und das Elbsandsteingebirge. Rund 700 Höhenmeter sind auf dieser Tour zu bewältigen.
Von der Bastei aus bieten sich zahlreiche Fotomotive, die bereits Caspar David Friedrich inspirierten. Der weitere Verlauf führt durch die beeindruckende Felsenburg Neurathen und vorbei an markanten Felsspalten. Nach dem Abstieg erreichst du Altendorf, ein ruhiges Dorf abseits der touristischen Hauptströme.
Dran gedacht: Die Bastei ist besonders am frühen Morgen oder späten Nachmittag empfehlenswert, wenn weniger Besucher unterwegs sind. Plane ausreichend Zeit für einen Abstecher zur Felsenburg ein.
Auf der vierten Etappe wechselt die Landschaft erneut ihren Charakter. Der Weg führt über die Elbe nach Königstein mit seiner imposanten Festung Königstein, die hoch über dem Fluss thront. Von hier aus geht es weiter durch Wälder und entlang des Flusses bis nach Schmilka, einem idyllischen Ort direkt an der tschechischen Grenze.
Die Strecke umfasst etwa 480 Höhenmeter und bietet immer wieder herrliche Ausblicke auf die Elbe. Ein Abstecher zur Festung Königstein lohnt sich, auch wenn er zusätzliche Zeit und Kondition erfordert. Schmilka selbst präsentiert sich als historisches Mühlendorf mit besonderem Flair und markiert den südlichsten Punkt des Malerwegs.
Die fünfte Etappe zählt zu den anspruchsvollsten des Malerwegs und führt dich auf den Großen Winterberg, den höchsten Berg der Sächsischen Schweiz. Mit rund 750 Höhenmetern verlangt die Tour einiges an Kondition. Die Aussicht vom Gipfel belohnt jedoch jede Anstrengung mit einem Panoramablick über das gesamte Elbsandsteingebirge.
Der Abstieg erfolgt durch dichte Buchenwälder und vorbei an beeindruckenden Felsformationen. Unterwegs kannst du die Ruhe der Natur genießen und kommst nur selten anderen Wanderern begegnen. Das Ziel Gohrisch liegt malerisch am Fuße des gleichnamigen Tafelbergs und bietet mehrere gemütliche Unterkünfte.
Good-To-Know: Packe ausreichend Proviant und Wasser ein, da es auf dieser Etappe kaum Einkehrmöglichkeiten gibt. Die Strecke erfordert eine gute Grundkondition.
Die sechste Etappe gehört zu den kürzeren Strecken des Malerwegs, bietet aber dennoch spektakuläre Erlebnisse. Der markante Pfaffenstein mit seiner charakteristischen Form und dem berühmten Nadelöhr steht im Mittelpunkt. Etwa 540 Höhenmeter sind zu überwinden.
Der Aufstieg auf den Pfaffenstein erfolgt über steile Treppen und Leitern, die einen Hauch von Abenteuer vermitteln. Oben angekommen, erwartet dich eine einzigartige Aussicht auf die umliegenden Tafelberge. Der weitere Weg führt durch ruhige Wälder bis nach Weißig, einem kleinen Ort mit ländlichem Charakter.
Auf der vorletzten Etappe erlebst du noch einmal die ganze Vielfalt des Elbsandsteingebirges. Die Route führt durch die beeindruckende Felsenwelt der Schrammsteine, eine der wildesten und spektakulärsten Landschaften der Region. Mit etwa 620 Höhenmetern fordert die Strecke nochmals deine Kondition.
Die Schrammsteine präsentieren sich als zerklüftete Felsformation mit schmalen Graten und tiefen Schluchten. An mehreren Aussichtspunkten kannst du den Blick über die felsige Landschaft schweifen lassen. Hohnstein, das Etappenziel, thront auf einem Felsplateau und begeistert mit seiner mittelalterlichen Burg und dem historischen Ortskern.
Dran gedacht: Die Schrammsteine erfordern Trittsicherheit und sind bei Nässe rutschig. Gutes Schuhwerk ist hier besonders wichtig.
Die achte und letzte Etappe führt dich zurück zum Ausgangspunkt in Pirna und schließt damit den Rundweg. Der Weg verläuft durch die Wolfsschlucht und vorbei an weiteren reizvollen Aussichtspunkten. Mit etwa 480 Höhenmetern fällt die Tour etwas moderater aus als einige der vorherigen Etappen.
Auf der Schlussetappe hast du Zeit, die Eindrücke der vergangenen Tage Revue passieren zu lassen. Der Weg führt durch abwechslungsreiche Landschaft mit Mischwäldern und Felsdurchblicken. In Pirna angekommen, kannst du die historische Altstadt erkunden und die Wanderung gebührend ausklingen lassen.
Die Planung deines Malerweg-Erlebnisses sollte mehrere Faktoren berücksichtigen. Für die gesamte Strecke benötigst du in der Regel acht Wandertage, wobei Ruhetage je nach Kondition sinnvoll sein können. Die beste Reisezeit liegt zwischen Mai und Oktober, wenn die Wege gut begehbar sind und die Natur in voller Pracht erstrahlt.
Unterkünfte findest du in allen Etappenorten, von einfachen Pensionen bis zu komfortablen Hotels. Eine frühzeitige Buchung empfiehlt sich besonders in den Sommermonaten. Alternativ kannst du die Etappen auch individuell zusammenstellen und nur Teilstrecken wandern. Viele Wanderer entscheiden sich beispielsweise dafür, nur die Highlights wie Bastei und Schrammsteine zu erkunden.
Die Kosten für die komplette Tour variieren je nach Unterkunftsstandard und Verpflegung. Rechne mit etwa 40 bis 80 Euro pro Übernachtung und zusätzlichen Ausgaben für Verpflegung und eventuelle Eintritte. Der Malerweg selbst ist kostenfrei begehbar.
Gutes Schuhwerk bildet die Grundlage für ein gelungenes Malerweg-Erlebnis. Wanderstiefel mit gutem Profil und Knöchelschutz sind empfehlenswert, da einige Passagen über Fels und durch unebenes Gelände führen. Wanderstöcke können bei den teils steilen An- und Abstiegen hilfreich sein.
Eine detaillierte Karte oder ein GPS-Gerät solltest du dabei haben, auch wenn der Malerweg durchgehend gut markiert ist. Ausreichend Wasser und Snacks gehören in jeden Rucksack, besonders auf den längeren Etappen. Regenschutz ist im Elbsandsteingebirge unverzichtbar, da das Wetter schnell umschlagen kann.
Good-To-Know: Lade die Malerweg-App herunter oder besorge dir die offizielle Wanderkarte. Beide bieten wertvolle Informationen zu Wegverlauf, Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten.
Der klassische Malerweg lässt sich nach individuellen Wünschen anpassen. Wer weniger Zeit hat, kann einzelne Etappen auslassen oder Abschnitte mit öffentlichen Verkehrsmitteln überbrücken. Die S-Bahn und Busse in der Region sind gut auf Wanderer eingestellt und verkehren regelmäßig zwischen den wichtigsten Orten.
Ambitionierte Wanderer kombinieren den Malerweg gerne mit weiteren Routen in der Region oder verlängern einzelne Etappen um zusätzliche Gipfel. Ein Abstecher auf den Lilienstein oder eine Erweiterung zur tschechischen Seite des Nationalparks bietet sich an. Wichtig bleibt dabei, die eigene Kondition realistisch einzuschätzen und genügend Pausen einzuplanen.