Carolafelsen und Affensteine: Die große Aussichtstour durch das Felsenlabyrinth

Der Carolafelsen ist einer der schönsten Aussichtspunkte der Sächsischen Schweiz und liegt mitten im wilden Felsenlabyrinth der Affensteine. Von hier oben öffnet sich ein weiter Blick über die Schrammsteinkette bis nach Böhmen. Der Weg dorthin führt über schmale Pfade, Stufen und Eisenleitern und verlangt Trittsicherheit. Diese Tour ist etwas für alle, die abwechslungsreiche Fels-Wanderungen lieben und die große Aussicht als Belohnung suchen. Vom Ferienhaus am Pfaffenstein bist du in kurzer Zeit am Ausgangspunkt.
Fels- und Tafelberglandschaft der Sächsischen Schweiz (Symbolbild)

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Carolafelsen ist mit 458 Metern der höchste Gipfel der Affensteine und liegt im Nationalpark Sächsische Schweiz zwischen Schrammsteinen und Kirnitzschtal.
  • Vom Plateau öffnet sich ein 270-Grad-Panorama über die Schrammsteinkette, den Falkenstein, den Lilienstein und bis ins böhmische Nachbarland.
  • Die Aussicht ist ganzjährig frei zugänglich und kostenlos, aber nur zu Fuß über Stufen und schmale Passagen erreichbar.
  • Die klassische Aussichtstour über Affensteinweg und Wilde Hölle gilt als anspruchsvoll und verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.
  • Sein Name geht auf Sachsens letzte Königin Carola von Wasa-Holstein-Gottorp zurück.

Inhaltsverzeichnis

Der Carolafelsen als Wanderziel

Der Carolafelsen ist mit 458 Metern der höchste Gipfel der Affensteine und einer der bekanntesten Aussichtspunkte der Sächsischen Schweiz. Er liegt mitten im Nationalpark, eingebettet zwischen der Schrammsteinkette und dem Kirnitzschtal. Von seinem Plateau reicht der Blick über ein weites Panorama von rund 270 Grad. Du siehst die gesamte Schrammsteinkette, den Falkenstein, den Lilienstein und das Elbtal, bei guter Sicht sogar bis ins böhmische Nachbarland. Seinen Namen verdankt der Felsen Sachsens letzter Königin Carola von Wasa-Holstein-Gottorp.

Die Aussicht selbst ist ganzjährig frei zugänglich und kostet keinen Eintritt. Erreichbar ist sie aber nur zu Fuß über Stufen und schmale Passagen. Genau das macht den Reiz aus: Die Belohnung an der Spitze musst du dir über eine echte Fels-Wanderung verdienen.

Die Affensteine: ein Labyrinth aus Fels

Die Affensteine liegen im östlichen Teil des Elbsandsteingebirges, ganz in der Nähe von Bad Schandau, zwischen Kirnitzschtal und Elbe. Anders als die geordnete Schrammsteinkette wirken die Affensteine wie ein Felsenlabyrinth. Tiefe Schluchten, Höhlen und freistehende Gipfel wechseln sich ab. Verbunden wird dieses Gewirr aus Fels durch die Obere und die Untere Affensteinpromenade, zwei Wege auf unterschiedlichen Höhenstufen. Dazwischen liegt die Wilde Hölle, eine abenteuerliche Steiganlage, die beide Ebenen verbindet.

Wer hier unterwegs ist, bewegt sich in einer der eindrucksvollsten Kletter- und Wanderregionen der Sächsischen Schweiz. In der Nähe des Carolafelsens liegen weitere bekannte Ziele wie der Frienstein mit der Idagrotte, einer Höhle an seiner Ostseite. Für die Tour zum Carolafelsen brauchst du diese Abstecher nicht, aber sie zeigen, wie viel es in den Affensteinen zu entdecken gibt.

Die Aussichtstour über den Affensteinweg

Die klassische Aussichtstour verbindet die Schrammsteine, den Affensteinweg und den Carolafelsen zu einer anspruchsvollen Runde. Sie gilt als schwere Tour, die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verlangt. Der Weg führt über schmale Pfade, teils rutschige Felsen, zahlreiche Eisenleitern, viele Stufen und einige Kraxelpassagen. Wer solche Wege nicht gewohnt ist, sollte die Route realistisch einschätzen und lieber eine einfachere Variante wählen.

Wegpunkte in Reihenfolge

Ein gut dokumentierter Verlauf startet in Bad Schandau und führt zunächst durch den Zahnsgrund hinauf in die Schrammsteinkette, vorbei an der Schrammsteinaussicht und weiter zur Breiten Kluft. Von dort geht es über den Höhenweg der Schrammsteine bis zum Carolafelsen, dem höchsten Punkt der Runde. Der Rückweg verläuft über die Wilde Hölle, wo du in einen engen, gesicherten Felsspalt klettern musst, weiter durch den Nassen Grund zurück in Richtung Großes Schrammtor. Die Wilde Hölle solltest du nur bei trockener Witterung begehen, weil die Felsen sonst rutschig werden.

Alternativ lässt sich der Carolafelsen auch über die Affensteinpromenade erreichen, etwa mit Start am Beuthenfall oder am Lichtenhainer Wasserfall im Kirnitzschtal. Je nach Zustieg gibt es leichtere und deutlich anspruchsvollere Varianten, vom moderaten Aufstieg bis zu gesicherten Steiganlagen wie der Häntzschelstiege. Weil sich die Wege in Länge und Schwierigkeit stark unterscheiden, plane deine Route vorab anhand einer aktuellen Wanderkarte oder eines offiziellen GPS-Tracks. So findest du die Variante, die zu deiner Kondition passt.

Für wen sich die Tour eignet

Die große Aussichtsrunde ist ideal für geübte Wanderer, die Fels, Leitern und schmale Pfade mögen. Für kleine Kinder oder wer sich auf ausgesetzten Passagen unwohl fühlt, ist sie weniger geeignet. Wer die Aussicht genießen, aber die kniffligsten Abschnitte meiden möchte, wählt einen der moderateren Zustiege und verzichtet auf die Wilde Hölle. Die Belohnung, das weite Panorama am Carolafelsen, ist auf allen Varianten dieselbe.

Gut zu wissen

  • Anspruch: Die klassische Runde gilt als schwer und verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Es geht über Eisenleitern, viele Stufen und Kraxelpassagen.
  • Ausrüstung: Feste Wanderschuhe mit gutem Profil sind Pflicht. Im Winter bei Eisglätte ist die Aussicht nur mit entsprechender Ausrüstung empfehlenswert.
  • Wetter: Die Wilde Hölle und andere Steiganlagen nur bei trockener Witterung begehen, sonst werden die Felsen rutschig.
  • Nationalpark-Regeln: Die Tour liegt im Nationalpark Sächsische Schweiz. Es gilt ein Wegegebot, in der Kernzone dürfen nur markierte Wander- und Bergpfade genutzt werden. Bitte auf den Wegen bleiben.
  • Anfahrt: Beliebte Ausgangspunkte sind Bad Schandau sowie Beuthenfall und Lichtenhainer Wasserfall im Kirnitzschtal, die per Kirnitzschtalbahn erreichbar sind. Aktuelle Fahrpläne und Parkregelung bitte vorab prüfen unter saechsische-schweiz.de.
  • Navigation: Für die metergenaue Wegführung nutze einen offiziellen GPS-Track, zum Beispiel bei outdooractive.com.

Vom Ferienhaus am Pfaffenstein zum Carolafelsen

Vom Ferienhaus am Malerweg mit Sauna bist du schnell in der Kernregion der Sächsischen Schweiz und damit auch in Reichweite der Affensteine und des Carolafelsens. Nach einem langen Tag auf Leitern und schmalen Felspfaden tut die Ruhe hier besonders gut. Du kannst in der hauseigenen Sauna entspannen und die müden Wanderbeine wieder locker werden lassen. Wenn du deinen Wanderurlaub erst einmal ruhiger angehen möchtest, findest du direkt vor der Haustür leichtere Touren. Ideen dazu gibt es unter Wandern am Pfaffenstein und Wandern am Lilienstein. So kombinierst du die große Aussichtstour zum Carolafelsen mit entspannten Tagen im Ferienhaus.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist der Carolafelsen?

Der Carolafelsen ist 458 Meter hoch und damit der höchste Gipfel der Affensteine in der Sächsischen Schweiz.

Wie anspruchsvoll ist die Wanderung zum Carolafelsen?

Die klassische Aussichtstour über Schrammsteine, Affensteinweg und Wilde Hölle gilt als schwer. Sie verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit und führt über schmale Pfade, Eisenleitern, viele Stufen und einige Kraxelpassagen. Es gibt aber auch moderatere Zustiege zur Aussicht.

Was sieht man vom Carolafelsen?

Vom Plateau öffnet sich ein rund 270 Grad weites Panorama. Der Blick reicht über die gesamte Schrammsteinkette, den Falkenstein, den Lilienstein und das Elbtal, bei guter Sicht bis ins böhmische Nachbarland.

Kostet der Besuch des Carolafelsens Eintritt?

Nein. Die Aussicht ist ganzjährig frei zugänglich und kostet keinen Eintritt. Erreichbar ist sie nur zu Fuß über Stufen und schmale Passagen.

Woher hat der Carolafelsen seinen Namen?

Der Carolafelsen ist nach Sachsens letzter Königin Carola von Wasa-Holstein-Gottorp benannt.