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Der Lilienstein prägt das Landschaftsbild der Sächsischen Schweiz wie kaum ein anderer Berg. Als Wahrzeichen des Nationalparks Sächsische Schweiz thront er majestätisch über dem Elbtal und zieht seit Jahrhunderten Besucher an. Bereits August der Starke bestieg im Jahr 1708 den Gipfel und ließ zur Erinnerung den Wettinobelisk errichten. Noch heute steht der Obelisk als historisches Denkmal auf dem Plateau des Tafelberges.
Die geografische Lage macht den Berg besonders reizvoll. Als einziger Tafelberg auf der rechten Elbseite im Nationalpark bietet er einzigartige Blickwinkel auf die umliegenden Sandsteinfelsen. Von seinem 415 Meter hohen Gipfelplateau aus überblickst du die Festung Königstein, den Pfaffenstein und bei guter Sicht sogar die Tafelberge bis nach Bad Schandau und Rathen.
Good-To-Know: Der Wanderparkplatz Lilienstein bei Königstein bildet den idealen Ausgangspunkt für alle Routen. Eine Parkgebühr von etwa 5 Euro pro Tag fällt an. Alternativ erreichst du den Startpunkt auch mit dem Bus aus Königstein oder Bad Schandau.
Der Südaufstieg zum Lilienstein gilt als die populärste und am besten ausgebaute Route. Vom Wanderparkplatz Lilienstein aus führt der Weg zunächst durch lichten Mischwald sanft bergauf. Nach etwa 20 Minuten erreichst du die erste Steilstufe, wo Metalltreppen und befestigte Stufen den Aufstieg erleichtern.
Die Wegführung schlängelt sich geschickt durch die Felsformationen der Südseite. Mehrere Aussichtspunkte laden unterwegs zum Verweilen ein und bieten bereits fantastische Aussichten ins Elbtal. Der letzte Abschnitt führt über weitere Metalltreppen direkt auf das Gipfelplateau.
Mit einer reinen Gehzeit von etwa 45 Minuten und 253 Höhenmetern eignet sich der Südaufstieg hervorragend für Familien mit Kindern ab sechs Jahren. Trittsicherheit ist erforderlich, doch die gute Infrastruktur macht den Weg auch für weniger geübte Wandernde begehbar.
Dran gedacht: Festes Schuhwerk mit griffiger Sohle gehört zur Grundausstattung. Die Metalltreppen können bei Nässe rutschig werden. Bei Gewitter solltest du den exponierten Gipfel meiden.
Wer eine sportlichere Herausforderung sucht, wählt den Nordaufstieg. Der Startpunkt liegt ebenfalls am Wanderparkplatz, führt jedoch in entgegengesetzter Richtung um den Berg herum. Die Nordseite präsentiert sich wilder und ursprünglicher als ihr südliches Pendant.
Der Weg schlängelt sich durch dichten Wald und gewinnt stetig an Höhe. Im oberen Abschnitt erwarten dich steilere Passagen mit natürlichen Felsstufen. Eine Leiter hilft an der anspruchsvollsten Stelle über einen Felsvorsprung hinweg. Die Anstrengung lohnt sich besonders im Sommer, denn die schattige Nordseite bietet angenehme Kühle.
Mit etwa einer Stunde Gehzeit und gleichbleibenden 253 Höhenmetern richtet sich der Nordaufstieg an geübte Wandernde. Kondition und Trittsicherheit sind hier wichtiger als beim Südaufstieg. Allerdings erlebst du auf diesem Weg deutlich weniger Andrang und kannst die Natur intensiver genießen.
Die Kombination aus Südaufstieg und Nordabstieg ermöglicht eine abwechslungsreiche Rundwanderung. Du startest am Wanderparkplatz und wählst zunächst den klassischen Südaufstieg. Nach ausgiebiger Erkundung des Gipfelplateaus steigst du über die Nordseite wieder ab.
Der Rundweg führt dich durch verschiedene Vegetationszonen und zeigt die unterschiedlichen Charaktere des Berges. Während der Süden mediterran anmutet, wirkt der Norden alpin und kühl. Die Gesamtstrecke beträgt etwa sechs Kilometer bei einer Gehzeit von zwei bis zweieinhalb Stunden.
Besonders lohnend ist die Umrundung des Plateaus auf dem Gipfel. Ein gut markierter Pfad führt an allen bedeutenden Aussichtspunkten vorbei. Du erreichst den Wettinobelisk, das Lilienhorn und weitere Felsvorsprünge mit jeweils eigenen Perspektiven auf das Elbsandsteingebirge.
Good-To-Know: Plane auf dem Gipfelplateau mindestens 30 bis 45 Minuten für die Umrundung ein. Die verschiedenen Aussichtspunkte bieten bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen immer neue Eindrücke. Besonders der Sonnenaufgang vom Lilienhorn gilt unter Fotografen als Geheimtipp.
Eine längere Tour startet direkt in Königstein und führt über den historischen Kirchweg zum Lilienstein. Der Weg beginnt nahe der Fähranlegestelle und quert zunächst das flache Gelände zwischen Elbe und Berg. Nach etwa 30 Minuten erreichst du den Fuß des Tafelberges.
Der Kirchweg verdankt seinen Namen der alten Verbindung zwischen den Dörfern der Region. Früher nutzten die Bewohner diesen Pfad für den Weg zur Kirche. Heute bietet er Wandernden einen ruhigen Zugang abseits des Hauptstroms. Die Route mündet in den Südaufstieg und führt von dort auf gewohntem Weg zum Gipfel.
Mit einer Gesamtstrecke von etwa acht Kilometern und drei Stunden Gehzeit eignet sich die Tour für ausdauernde Wandernde. Der flache Abschnitt durch die Wiesen entlang des Elbtals bietet herrliche Ausblicke auf die Festung Königstein. Zusätzlich vermeidest du die Parkgebühr am Wanderparkplatz.
Ambitionierte Wandernde kombinieren den Lilienstein mit einer Anreise von Rathen aus. Die Tour führt zunächst mit der Fähre über die Elbe und dann auf dem Malerweg in Richtung Königstein. Nach etwa zwei Stunden erreichst du den Fuß des Lilienstein und beginnst den Aufstieg.
Die Strecke verbindet gleich mehrere Höhepunkte der Sächsischen Schweiz. Du passierst die berühmte Basteibrücke, wanderst durch das wildromantische Polenztal und erlebst verschiedene Charaktere des Elbsandsteingebirges. Am Lilienstein angekommen, belohnt dich die Aussicht über das Elbsandsteingebirge für die Anstrengung.
Plane für die Gesamtstrecke etwa fünf bis sechs Stunden reine Gehzeit ein. Die Tour umfasst etwa 15 Kilometer und führt über mehrere Anstiege. Sie richtet sich an erfahrene Wandernde mit guter Kondition. Die Rückfahrt erfolgt bequem mit der S-Bahn von Königstein nach Rathen.
Das Gipfelplateau des Lilienstein erstreckt sich über mehrere hundert Meter und bietet zahlreiche Entdeckungen. Der Wettinobelisk markiert den höchsten Punkt und erinnert an die Besteigung durch August den Starken. Ein Rundweg führt an allen bedeutenden Aussichtspunkten vorbei und erschließt verschiedene Perspektiven.
Besonders eindrucksvoll präsentiert sich der Blick zur Festung Königstein. Die mächtige Anlage thront auf ihrem eigenen Tafelberg und wirkt zum Greifen nah. In der Gegenrichtung schweift der Blick über das Elbtal bis hin zu den Schrammsteinen und dem Großen Winterberg.
Kletterer nutzen die Felsformationen am Lilienstein für ihre Touren. Der Liliensteinwächter und die Liliensteinnadel zählen zu den beliebten Klettergipfeln der Region. Die sächsischen Kletterregeln schreiben dabei besondere Rücksichtnahme auf die empfindlichen Sandsteinfelsen vor.
Dran gedacht: Auf dem Gipfelplateau gibt es keine Einkehrmöglichkeit. Ausreichend Wasser und Proviant gehören in den Rucksack. Bei Gewitter solltest du das exponierte Plateau zügig verlassen.
Der Wanderparkplatz Lilienstein bietet den bequemsten Zugang. Von hier aus erreichst du alle beschriebenen Routen in wenigen Minuten. Die Parkgebühr beträgt etwa 5 Euro pro Tag. Alternativ verkehren Busse aus Königstein und Bad Schandau in regelmäßigen Abständen.
Die beste Zeit für eine Wanderung auf den Lilienstein liegt zwischen April und Oktober. Im Frühjahr erfreuen Waldblumen das Auge, während der Herbst mit buntem Laub und klarer Fernsicht lockt. An Sommerwochenenden kann es auf dem beliebten Gipfel durchaus voll werden. Frühe Morgenstunden oder der späte Nachmittag bieten dann mehr Ruhe.
Good-To-Know: Ein Ferienhaus in der Nähe von Lilienstein ermöglicht mehrtägige Erkundungen. Von Königstein oder Waltersdorf aus erreichst du den Berg in wenigen Minuten. So kannst du verschiedene Routen ausprobieren oder den Sonnenaufgang vom Gipfel erleben.
Der Lilienstein bietet mit seinen fünf Aufstiegswegen für jeden Wandertyp die passende Route. Vom familienfreundlichen Südaufstieg bis zur ambitionierten Tagestour von Rathen reicht das Spektrum. Die Aussicht über das Elbsandsteingebirge belohnt jede Anstrengung und macht den Tafelberg zu einem unvergesslichen Highlight deines Urlaubs in der Sächsischen Schweiz.