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Der Große Zschirnstein ist ein leicht schräg gestellter Tafelberg im Süden der Sächsischen Schweiz und gilt als höchste Erhebung auf der sächsischen Seite des Elbsandsteingebirges. Je nach Quelle wird die Höhe mit rund 561 bis 562 m angegeben; den höchsten Punkt des Massivs bildet der sogenannte Mittagsstein am südlichen Ende des Plateaus. Anders als die schroffen Felsnadeln weiter nördlich ist der Zschirnstein ein breiter, bewaldeter Rücken mit offenen Aussichtskanten. Genau das macht ihn aus: Du wanderst nicht auf eine spitze Spitze, sondern auf ein weites Hochplateau, von dessen Rand sich die Fernsicht öffnet.
Ein Stück Geschichte findest du direkt oben. Am höchsten Punkt erinnern die Reste einer Steinsäule an die sächsische Landesvermessung aus dem Jahr 1865. Diese sogenannte Nagelsche Säule ist nach Christian August Nagel benannt, der im 19. Jahrhundert die Vermessung in Sachsen leitete. Der obere Teil fehlte seit etwa 1900; eine Kopie wurde 2011 wieder aufgestellt. Die Säule erinnert daran, dass dieser Punkt schon lange als Fixpunkt für die Vermessung des Landes diente.
Ein bewährter Ausgangspunkt ist Kleingießhübel, seit 1973 ein Ortsteil der Gemeinde Reinhardtsdorf-Schöna. Von hier führt ein steiler, stufenreicher Aufstieg über schmale Pfade hinauf an das flachere Nordende des Großen Zschirnsteins. Oben angekommen folgst du dem Hauptweg mittig über das Plateau weiter nach Süden bis zum höchsten Punkt am Mittagsstein. Der Wechsel vom engen, ansteigenden Waldpfad zum weiten, ebenen Tafelberg-Rücken ist der schönste Teil dieser Tour.
Direkt benachbart liegt der Kleine Zschirnstein, der sich gut mit dem großen Bruder zu einer Runde verbinden lässt. Der Aussichtspunkt am Kleinen Zschirnstein gilt als besonders lohnend: Von hier siehst du unter anderem den Pfaffenstein, die Festung Königstein, den Gohrisch und den Papststein. Wer die beiden Tafelberge kombiniert, bekommt so gleich mehrere unterschiedliche Blickrichtungen. Viele Rundtouren starten und enden im Raum Reinhardtsdorf-Schöna und binden beide Gipfel ein.
Der Große Zschirnstein ist für seine weite Fernsicht bekannt. Vom Aussichtsbereich am Südende, dem Mittagsstein, blickst du weit in die sächsisch-böhmische Schweiz hinein. Weil der Zschirnstein am südlichen Rand des Gebirges liegt, ist der Blick nach Böhmen hier besonders offen und gilt als einer der umfassendsten der ganzen Region. Nimm dir oben Zeit, um die einzelnen Höhenzüge in Ruhe zu betrachten.
Für die Tour gibt es mehrere dokumentierte Varianten, von kürzeren Runden ab Kleingießhübel bis zu langen Touren, die von weiter her aus dem Raum Reinhardtsdorf und Krippen führen. Länge, Höhenmeter und Gehzeit unterscheiden sich dabei deutlich, deshalb solltest du dir vor dem Start eine konkrete Route aussuchen. Für die metergenaue Navigation nutzt du am besten einen offiziellen GPS-Track, etwa von outdooractive.com. Die hier genannten Wegpunkte wie Kleingießhübel, das Zschirnstein-Plateau, die Nagelsche Säule und der Mittagsstein geben dir die Reihenfolge und die Orientierung vor.
Die Zschirnsteine sind ein ruhiges, aussichtsreiches Ziel für einen ganzen Wandertag, gerade wenn du dem Trubel an den bekannteren Felsen entgehen willst. Vom Ferienhaus für Gruppen bis 11 Personen aus erreichst du den Raum Königstein und Reinhardtsdorf-Schöna bequem und startest ausgeruht in die Tour. Nach einem langen Tag auf dem Tafelberg tut die eigene Sauna gut, und in der Ruhe rund ums Haus kommst du am Abend wieder herunter. Wer nach der Zschirnstein-Runde Lust auf weitere Tafelberge hat, findet direkt vor der Haustür passende Ziele: Ideen für Touren rund um den Hausberg gibt es unter Wandern am Pfaffenstein und für den nahen Aussichtsklassiker unter Wandern am Lilienstein.