Großer und Kleiner Bärenstein: Wanderung zu zwei Tafelbergen

Zwei Tafelberge, ein Ausflug: Der Große und der Kleine Bärenstein in der Sächsischen Schweiz sind ein herrlich ruhiges Wanderziel mit Rundumblick auf Lilienstein, Festung Königstein und Pfaffenstein. Kurioserweise ist der Kleine Bärenstein sogar der höhere von beiden. In diesem Ratgeber bekommst du die belegten Fakten zu Höhe, Aufstiegen und Aussicht sowie eine gut dokumentierte Rundtour über beide Gipfel. So planst du deine Bärenstein-Wanderung entspannt vom Ferienhaus am Pfaffenstein aus.
Fels- und Tafelberglandschaft der Sächsischen Schweiz (Symbolbild)

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Kleine Bärenstein ist mit 337,7 m ü. NHN höher als der Große Bärenstein mit 327 m; namensgebend war der Umfang, nicht die Höhe.
  • Beide Tafelberge liegen in der Elbschleife von Rathen zwischen Struppen, Naundorf, Weißig und Thürmsdorf und ragen rund 90 Meter über ihre Umgebung.
  • Vom Gipfel siehst du Lilienstein, Festung Königstein, Pfaffenstein, dazu Rauenstein, Basteimassiv und das Elbtal Richtung Pirna.
  • Eine gut ausgeschilderte Rundtour ab Thürmsdorf über beide Gipfel ist laut saechsische-schweiz.de rund 8,5 km lang, dauert etwa 3 Std. 15 Min. und gilt als mittelschwer (ca. 245 Höhenmeter).
  • Am Fuß des Kleinen Bärensteins liegt die Götzinger Höhle (Diebskeller), eine etwa 25 Meter tiefe Einsturzhöhle mit trockenem Rastplatz.

Inhaltsverzeichnis

Die Bärensteine als Wanderziel

Der Große und der Kleine Bärenstein sind zwei benachbarte Tafelberge im vorderen, linkselbischen Teil der Sächsischen Schweiz, gelegen in der Elbschleife von Rathen zwischen den Dörfern Struppen, Naundorf, Weißig und Thürmsdorf. Beide bestehen aus Sandstein und erheben sich rund 90 Meter über ihre Umgebung. Kurios: Der Kleine Bärenstein ist mit 337,7 Metern über NHN tatsächlich etwas höher als der Große Bärenstein mit 327 Metern. Namensgebend war nämlich nicht die Höhe, sondern der Umfang des jeweiligen Felsmassivs. Für dich als Wanderin oder Wanderer sind die Bärensteine ein Ziel, das ohne großen Trubel auskommt und trotzdem eine Rundumsicht auf die berühmten Nachbarn Lilienstein, Festung Königstein und Pfaffenstein bietet.

Beide Berge liegen im Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz. Der weiche Sandstein ist stark verwittert, zwischen Rissen und Spalten wachsen Moose, Flechten, Kiefern und Heidekraut. Das gibt der Gegend ihren eigenen, ruhigen Charakter.

Die Wanderung über beide Bärensteine

Eine gut dokumentierte und ausgeschilderte Runde führt ab Thürmsdorf über beide Gipfel. Laut der offiziellen Tourbeschreibung von saechsische-schweiz.de ist sie rund 8,5 Kilometer lang, dauert etwa 3 Stunden 15 Minuten und gilt als mittelschwer bei etwa 245 Höhenmetern im Auf- und Abstieg. Die Wegpunkte in Reihenfolge: Start am Gasthaus Thürmsdorf, vorbei am Schloss Thürmsdorf, weiter zur Götzinger Höhle, hinauf auf den Kleinen Bärenstein, hinüber zum Großen Bärenstein, danach zur Malerwegkapelle und zum Pehnafall, dann zurück nach Thürmsdorf.

Der Kleine Bärenstein: der leichtere der beiden

Der Kleine Bärenstein lässt sich vergleichsweise unkompliziert besteigen. Ein markierter Weg führt zunächst über schmale Pfade durch Mischwald, dann über Stufen und vorbei an Felswänden hinauf zur Gipfelplatte. Ein zweiter Zugang verläuft durch das Schneiderloch, eine kleine Einsturzhöhle. Oben erwartet dich eine weite Aussicht, besonders nach Osten und Norden: Sichtbar sind der Lilienstein, die Festung Königstein, der Pfaffenstein und der benachbarte Große Bärenstein. Am Gipfel liegen noch Reste einer früheren Gaststätte. Belegt ist ein hölzernes Gasthaus, das ab 1847 errichtet und nach 1867 erweitert wurde; der Betrieb endete nach dem Ende der Sommersaison 1943.

Der Große Bärenstein: etwas wilder

Der Große Bärenstein ist der ursprünglichere der beiden. Der Sandstein ist hier besonders weich und stark verwittert, mit unregelmäßigen Brüchen statt der sonst typischen waagerechten Schichtung. Die Aufstiege sind teils unmarkiert und anspruchsvoller als beim kleinen Bruder. Als Hauptzustieg gilt ein unmarkierter Pfad von Südwesten Richtung Naundorf. Vom Gipfel öffnet sich der Blick nach Osten zu Lilienstein, Königstein und Pfaffenstein sowie nach Norden zum Rauenstein und zum Basteimassiv, dazu hinunter auf Stadt Wehlen und das Elbtal Richtung Pirna. Ein Zeugnis der Vergänglichkeit des Sandsteins: Im März 1904 ging an der Südwand ein Felssturz mit rund 100 Kubikmetern Sandstein ab.

Wichtig für die Orientierung: Am Großen Bärenstein sind nicht alle Pfade eindeutig markiert. Für die metergenaue Navigation solltest du dich auf einen offiziellen GPS-Track stützen und im Zweifel den ausgeschilderten Wegen folgen. Die genaue Wegführung findest du am besten über die verlinkte offizielle Tour.

Die Götzinger Höhle (Diebskeller)

Am Fuß des Kleinen Bärensteins liegt eine durch Felssturz und Erosion entstandene Einsturzhöhle, im sächsischen Höhlenkataster als Diebskeller (Götzinger-Höhle) geführt. Sie hat eine Länge von rund 25 Metern und bietet einen trockenen Rastplatz. Für Kinder ist das kleine Felsrevier ringsum ein beliebter Ort zum Verstecken und Klettern. Ganz in der Nähe liegt auf der offiziellen Runde außerdem der Pehnafall, der von saechsische-schweiz.de als höchster Wasserfall der Sächsischen Schweiz beschrieben wird.

Gut zu wissen

  • Höhen: Kleiner Bärenstein 337,7 m ü. NHN, Großer Bärenstein 327 m ü. NHN. Beide ragen rund 90 Meter über die Umgebung.
  • Ausrüstung: feste Wanderschuhe mit Profil, da einige Auf- und Abstiege über Stufen, Wurzeln und verwitterten Sandstein führen. Am Großen Bärenstein sind Wege teils unmarkiert, plane etwas Orientierungszeit ein.
  • Naturschutz: Beide Tafelberge liegen im Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz. Bleib auf den Wegen, respektiere Sperrungen und nimm deinen Müll wieder mit.
  • Anfahrt und Start: Gut dokumentiert ist die Runde ab Thürmsdorf (Gasthaus). Ein alternativer Ausgangspunkt in der Region ist Wehlen/Pötzscha. Aktuelle Fährzeiten und Parkregelung bitte vorab prüfen. Details zur Tour: offizielle Wanderung über Thürmsdorf zu den Bärensteinen.
  • Einkehr: Am Schloss Thürmsdorf gibt es einen frei zugänglichen Schlosspark mit Rosengarten sowie die Adoratio Schokoladenmanufaktur mit Café. Öffnungszeiten bitte vorab prüfen.
  • Der Zugang zu den Bärensteinen selbst ist frei. Bitte trotzdem vor der Tour Wetter und aktuelle Wegehinweise checken.

Vom Ferienhaus am Pfaffenstein zu den Bärensteinen

Die Bärensteine sind ein feines Ziel für einen Tag abseits der großen Besucherströme, mit Rundumblick auf genau die Tafelberge, die dein Feriengebiet prägen: Pfaffenstein, Königstein und Lilienstein liegen dir von oben zu Füßen. Wenn du im Ferienhaus am Pfaffenstein übernachtest, hast du diese Landschaft direkt vor der Haustür. Nach der Wanderung wartet die hauseigene Sauna und die Ruhe, um die müden Beine wieder munter zu machen. Wer noch mehr Tafelberge sammeln will, kombiniert die Bärensteine gut mit einem Ausflug auf den Pfaffenstein oder den Lilienstein. So wird aus einem Urlaubstag eine kleine Gipfelsammlung der Sächsischen Schweiz.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Bärenstein ist höher, der Große oder der Kleine?

Der Kleine Bärenstein ist mit 337,7 Metern über NHN höher als der Große Bärenstein mit 327 Metern. Namensgebend war nicht die Höhe, sondern der Umfang des jeweiligen Felsmassivs.

Wie lang und wie schwer ist die Wanderung über beide Bärensteine?

Die offiziell dokumentierte Rundtour ab Thürmsdorf über beide Gipfel ist laut saechsische-schweiz.de rund 8,5 Kilometer lang, dauert etwa 3 Stunden 15 Minuten und gilt als mittelschwer bei etwa 245 Höhenmetern im Auf- und Abstieg.

Welche Aussicht hat man von den Bärensteinen?

Vom Kleinen Bärenstein blickst du besonders nach Osten und Norden auf Lilienstein, Festung Königstein und Pfaffenstein. Vom Großen Bärenstein kommen der Blick zum Rauenstein und Basteimassiv sowie hinunter auf Stadt Wehlen und das Elbtal Richtung Pirna dazu.

Was ist der Diebskeller beziehungsweise die Götzinger Höhle?

Das ist eine durch Felssturz und Erosion entstandene Einsturzhöhle am Fuß des Kleinen Bärensteins. Sie ist rund 25 Meter lang, im sächsischen Höhlenkataster als Diebskeller (Götzinger-Höhle) geführt und bietet einen trockenen Rastplatz.

Ist der Aufstieg auf beide Bärensteine gleich einfach?

Nein. Der Kleine Bärenstein ist über einen markierten Weg mit Stufen vergleichsweise einfach zu besteigen. Der Große Bärenstein ist ursprünglicher, die Pfade sind teils unmarkiert und anspruchsvoller. Für die genaue Navigation solltest du dich auf einen offiziellen GPS-Track stützen.