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Der Quirl gehört zu den flacheren, oft übersehenen Tafelbergen der Sächsischen Schweiz. Er liegt rund zwei Kilometer südlich von Königstein und erreicht eine Höhe von 349,6 Metern. Sein Reiz liegt nicht in einem spektakulären Gipfel, sondern in der riesigen, weitgehend geschlossenen Hochfläche und in den Höhlen an seinen Flanken. Das Plateau misst grob 1.000 mal 350 Meter und war bis um 1800 sogar landwirtschaftlich genutzt. Über die Hochfläche verläuft heute die 2018 eingerichtete Trekkingroute Forststeig, und an der Südostseite führt der denkmalgeschützte, mit Sandsteinplatten gepflasterte Kanonenweg entlang.
Der bekannteste Anziehungspunkt ist der Diebskeller an der Nordseite des Bergs. Diese natürlich entstandene Schichtfugenhöhle ist etwa 29 Meter lang, 5 bis 8 Meter breit und 2 bis 4 Meter hoch. Mit rund 230 Quadratmetern Grundfläche zählt sie zu den flächenmäßig größten Höhlen der Sächsischen Schweiz. Sie ist frei zugänglich. Am Quirl gibt es außerdem weitere Höhlen wie die Baumannhöhle, eine Biwakhöhle und eine Kletterhöhle an der Nordseite sowie die Sterlhöhlen und die Buchhäuser-Höhle an den West- und Südwestflanken. Ob du den Namen Diebskeller wörtlich nehmen darfst, ist übrigens nicht belegt. Zu einer echten Räubergeschichte gibt es keine gesicherte Quelle.
Wanderwege führen von Königstein und vom Ortsteil Pfaffendorf rund um den Quirl. Ein guter Ausgangspunkt ist Pfaffendorf, von dort erreichst du die Nordseite mit dem Diebskeller. Wer hinauf möchte, nutzt die Pfade aufs Plateau, auf dem der Forststeig verläuft. Für die genaue, metergenaue Wegführung solltest du einen offiziellen GPS-Track oder die Beschilderung des Forststeigs nutzen, da wir hier bewusst keine erfundene Detailnavigation angeben. Rechne mit einer kurzen bis mittleren Runde, die sich gut mit dem Kleinhennersdorfer Stein kombinieren lässt, wenn du beide linkselbischen Tafelberge an einem Tag mitnehmen willst.
Der Kleinhennersdorfer Stein ist ein eher unscheinbarer, bewaldeter Tafelberg links der Elbe, der beim Wandern leicht übersehen wird. Wichtig zu wissen: Auf sein Plateau führt kein Wanderweg, und von oben gibt es keine umfassende Aussicht. Das eigentliche Ziel sind die Höhlen an seinem Fuß. Genau das macht ihn zu einem entspannten, kinderfreundlichen Ausflug, bei dem das Entdecken im Vordergrund steht und nicht der Höhenmeter-Ehrgeiz.
Die bekannteste Höhle ist die Lichterhöhle. Sie ist etwa 20 Meter lang und 14 bis 15 Meter breit und zählt damit zu den größeren Sandsteinhöhlen im Elbsandsteingebirge. Ihre Größe ist kein reines Naturwerk: Ab etwa 1870 baute Friedrich Hermann Hempel aus Königstein hier Sand ab, der wegen seiner Weiße und Feinkörnigkeit als Streu- und Scheuersand geschätzt war. 1918 kam Hempel im Alter von 73 Jahren ums Leben, als eine Holzabstützung für einen großen freigelegten Gesteinsblock nachgab und ihn unter sich begrub. Ihren Namen erhielt die Lichterhöhle von Bergsteigern aus Heidenau, die sie vor rund einem Jahrhundert mit Kerzen und Grubenlampen ausleuchteten. Das erste bekannte Foto stammt vom 11. Dezember 1924. Neben der Lichterhöhle werden für den Berg weitere Höhlen genannt, darunter die Hampelhöhle, deren Name ebenfalls auf den Sandabbau zurückgeht, sowie die schwerer zu findende Eishöhle.
Eine kompakte, als leicht eingestufte Höhlenrunde lässt sich von der Buslinie im Bereich Papstdorf beziehungsweise vom Wanderparkplatz Gohrisch angehen. Ein erstes Zwischenziel auf dem Weg ist das Wildgehege, danach geht es weiter zu den Höhlen des Kleinhennersdorfer Steins. In den Höhlen selbst wird geklettert und gekraxelt, was Kindern erfahrungsgemäß viel Freude macht. Für die exakte Route in Reihenfolge und die Zustiege zu den einzelnen Höhlen verlässt du dich am besten auf einen offiziellen GPS-Track, da die kleinen Zustiege teils nicht durchgehend beschildert sind.
Das Ferienhaus am Pfaffenstein liegt mitten in dieser Tafelberg-Landschaft nahe Königstein und Pfaffendorf, also genau dort, wo Quirl und Kleinhennersdorfer Stein zu Hause sind. Von hier aus lassen sich beide Höhlenberge gut als Tagestour verbinden, und nach dem Kraxeln in Diebskeller und Lichterhöhle wartet die hauseigene Sauna, in der du bei Ruhe wieder auftankst. Wenn du weitere leichte Touren in der Nähe planen willst, schau dir auch unsere Tipps zum Wandern am Pfaffenstein und zum Wandern am Lilienstein an. Alle Infos zu Ausstattung, Sauna und Verfügbarkeit findest du auf der Seite des Ferienhaus in Alleinlage nahe Königstein.