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Der Kuhstall ist ein Felsentor, das die Natur über sehr lange Zeit aus dem Elbsandstein geformt hat. Mit seinen Maßen von etwa 11 Metern Höhe, 17 Metern Breite und 24 Metern Tiefe gilt er laut saechsische-schweiz.de als das größte natürliche Felsentor der Sächsischen Schweiz. Im gesamten Elbsandsteingebirge ist er nach dem Prebischtor auf tschechischer Seite das zweitgrößte Felsentor. Er liegt auf dem Neuen Wildenstein, einem 337 Meter hohen Felsen in der Hinteren Sächsischen Schweiz oberhalb des Kirnitzschtals. Wenn du unter dem gewaltigen Felsdach stehst, verstehst du sofort, warum dieser Ort seit Generationen Wandernde anzieht.
Seinen ungewöhnlichen Namen verdankt der Kuhstall dem Dreißigjährigen Krieg. Damals sollen die Menschen der Umgebung das breite, geschützte Felsentor als Versteck für ihr Vieh genutzt haben. Oberhalb des Felsens stand im 15. Jahrhundert die mittelalterliche Burg Wildenstein, die den Neuen Wildenstein beherrschte. Von ihr sind heute nur noch Reste erhalten. Schon im 19. Jahrhundert war der Kuhstall ein beliebtes Ausflugsziel und beschäftigte auch die Maler der Romantik. So hielt Caspar David Friedrich den Kuhstall in einer Zeichnung fest.
Der klassische und einfachste Einstieg beginnt am Lichtenhainer Wasserfall im Kirnitzschtal. Von dort führt ein gut ausgeschilderter Weg in rund 45 Minuten bergauf zum Kuhstall. Eine dokumentierte Rundtour ab dem Wasserfall ist etwa 4 Kilometer lang, dauert rund eineinhalb Stunden und überwindet ungefähr 218 Höhenmeter im Auf- und Abstieg. Der höchste Punkt liegt bei etwa 326 Metern. Diese Route gilt als sehr einfach und eignet sich damit gut für eine Wanderung mit Kindern.
Vom Lichtenhainer Wasserfall geht es zunächst hinauf durch eine kleine Schlucht. Über eine Stiege mit kleinen Leitern und Treppen gewinnst du an Höhe, bis du das große Felsentor des Kuhstalls erreichst. Hinter dem Tor führt dann die Himmelsleiter durch eine schmale Felsspalte weiter nach oben zur Aussichtskanzel. Von dort kehrst du zum Ausgangspunkt zurück. Für die metergenaue Navigation, gerade an den Stiegen, folgst du am besten einem offiziellen GPS-Track, etwa dem der verlinkten Route bei outdooractive.
Das Herzstück des Aufstiegs ist die sogenannte Himmelsleiter, eine steile Metalltreppe, die durch einen schmalen Felsspalt oberhalb des Tores nach oben führt. Sie mündet in eine kleine Aussichtskanzel mit Blick über die umliegenden Felsformationen. Weil der Spalt sehr eng ist, kann es hier bei Andrang eng werden. Plane etwas Geduld ein und nimm Rücksicht auf entgegenkommende Wandernde.
Der Kuhstall liegt oberhalb des Kirnitzschtals, eines schmalen, bewaldeten Flusstals, das sich durch die Sächsische Schweiz zieht. Besonders reizvoll ist die Anreise mit der Kirnitzschtalbahn, einer historischen Straßenbahn, die seit 1898 von Bad Schandau aus durch das Tal fährt. So verbindest du die Wanderung ganz entspannt mit einer Fahrt in einem echten Stück Verkehrsgeschichte. Der Lichtenhainer Wasserfall als Startpunkt ist die Endhaltestelle dieser Bahn.
Der Kuhstall ist ein lohnender Tagesausflug, wenn du im Ferienhaus am Malerweg in der Nähe von Königstein Urlaub machst. Von hier aus hast du die ganze Sächsische Schweiz vor der Tür und kombinierst Klassiker wie den Kuhstall im Kirnitzschtal bequem mit den Wanderungen direkt vor der Haustür. Nach einem Tag auf den Stiegen und der Himmelsleiter tut die Ruhe im Ferienhaus gut, und in der hauseigenen Sauna lässt du die müden Wanderbeine wieder locker werden. Wenn du lieber näher am Haus bleiben möchtest, findest du Anregungen in unseren Touren zum Wandern am Pfaffenstein und zum Wandern am Lilienstein.