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Das Elbsandsteingebirge mit seinen Tafelbergen, tiefen Schluchten und weiten Wäldern gehört zu den schönsten Wanderregionen Deutschlands. Für viele gehört der Hund zum Urlaub selbstverständlich dazu, und die gute Nachricht lautet: Hunde sind im Nationalpark Sächsische Schweiz willkommen. Die weniger gute Nachricht ist, dass nicht jeder Weg zu deinem Vierbeiner passt. Zahlreiche Aufstiege führen über steile Stiegen, Eisenleitern und Gitterroste, die ein Hund nicht überwinden kann. Mit der richtigen Tourenwahl steht einem entspannten Wandertag aber nichts im Weg.
Der wichtigste Punkt zuerst: Im Nationalpark Sächsische Schweiz herrscht Leinenpflicht für Hunde. Das gilt auf dem gesamten Gebiet, unabhängig davon wie gut dein Hund gehorcht oder welche Rasse er hat. Die Leine schützt die Wildtiere im Wald und nimmt Rücksicht auf andere Wandernde. Auch für deinen Hund selbst ist sie an den vielen Abbrüchen und Felskanten ein echter Sicherheitsfaktor.
Zweiter zentraler Punkt ist das Wegegebot. Im Nationalpark dürfen die vorhandenen Wege nicht verlassen werden, damit Tiere und Pflanzen geschützte Räume behalten und Erosionsschäden vermieden werden. Besonders streng ist die Regel in den Kernzonen, die einen erheblichen Teil der Nationalparkfläche ausmachen. Dort darfst du ausschließlich markierte oder beschilderte Wege nutzen. Halte dich also strikt an die ausgeschilderten Routen und improvisiere keine Abkürzungen quer durch den Wald. Welche Schutzzone gerade gilt, zeigen dir die Schilder vor Ort.
Darüber hinaus gelten die allgemeinen Nationalparkregeln: Rauchen und jede Art von Feuer sind verboten, ein Lagerfeuer ist nur an den ausgewiesenen Feuerstellen erlaubt. Camping und Zelten sind untersagt, das gilt auch für das Schlafen im Auto oder Wohnmobil. Deinen Müll nimmst du selbstverständlich wieder mit. Wer mit Bahn oder Bus anreist, sollte wissen, dass Hunde dort in der Regel mit Leine und Maulkorb transportiert werden. Prüfe die konkreten Beförderungsbedingungen deines Verkehrsmittels am besten vorab.
Die klassischen Gipfelbesteigungen sind oft das Problem. Der Aufstieg auf den Lilienstein etwa führt über Steinstufen, Eisenleitern und Gitterroste, die sich nicht umgehen lassen. In der Tourenbeschreibung wird dieser Weg ausdrücklich als nicht für Hunde geeignet ausgewiesen. Solche technischen Passagen solltest du meiden. Zum Glück gibt es zu vielen Highlights hundefreundliche Alternativen, die flacher verlaufen und trotzdem tolle Ausblicke bieten.
Statt den Lilienstein zu besteigen, bietet sich an, ihn am bewaldeten Felsfuß zu umrunden und so die Leitern und Gitterroste des Gipfelwegs auszusparen. Ob und wie sich eine Runde am Fuß des Tafelbergs im Detail führen lässt, hängt vom gewählten Startpunkt ab. Prüfe die konkrete Wegführung deshalb vorab anhand einer offiziellen Karte oder eines GPS-Tracks und achte darauf, dass keine Kletterstellen enthalten sind. Wie die einzelnen Routen rund um den Tafelberg verlaufen, liest du in unserem Überblick zum Wandern am Lilienstein.
Auch auf dem berühmten Malerweg gibt es hundetaugliche Abschnitte. Die 1. Etappe von Liebethal bis Stadt Wehlen mit rund 11,5 Kilometern gilt als problemlos mit Hund zu bewältigen. Die 3. Etappe von Hohnstein bis Altendorf mit etwa 14 Kilometern gilt ebenfalls als unproblematisch, und die 5. Etappe von der Neumannmühle bis Schmilka mit rund 13,6 Kilometern ist eine weitere Option. Auf anderen Etappen mit Brücken, Leitern und Gitterrosten hilft dir die Tourenbeschreibung mit Umgehungen weiter, sodass du schwierige Stiegen aussparen kannst. Plane die Etappen anhand eines offiziellen GPS-Tracks, damit du die hundetauglichen Varianten sicher findest.
Auch in der näheren Umgebung des Ferienhauses lassen sich ruhige Wege finden, die ohne die berüchtigten Stiegen auskommen. Achte grundsätzlich darauf, dass deine gewählte Route keine Kletterpassagen enthält, denn diese sind für Hunde nicht geeignet. Ideen und Varianten für Runden in der Umgebung findest du in unserem Beitrag zum Wandern am Pfaffenstein.
Das Ferienhaus am Pfaffenstein ist ein guter Ausgangspunkt für entspannte Wandertage mit Hund. Viele der hundefreundlichen Ziele rund um Königstein und den Lilienstein liegen in erreichbarer Nähe, sodass ihr morgens früh starten und die ruhigen Wege genießen könnt. Nach einer langen Runde tut die hauseigene Sauna gut, während der Hund sich ausruht. Diese Kombination aus Natur am Tag und Ruhe am Abend macht den Urlaub für Zwei- und Vierbeiner gleichermaßen erholsam.